Waschen gehört zu den festen Routinen im Haushalt – doch viele herkömmliche Waschmittel belasten die Umwelt und unsere Gesundheit. Flüssigwaschmittel stecken in Plastikflaschen, enthalten oft Mikroplastik oder aggressive Chemikalien und verbrauchen unnötig viele Ressourcen. Dabei geht es auch anders: Nachhaltige Wäschepflege setzt auf plastikfreie Waschmittel, clevere Waschroutinen und Produkte, die die Umwelt schonen. So bleibt deine Wäsche frisch und sauber, ohne dass Natur oder Klima leiden.
Viele Waschmittel enthalten Inhaltsstoffe, die über das Abwasser in Flüsse und Meere gelangen – darunter Mikroplastik, Duftstoffe und Tenside, die schwer abbaubar sind. Hinzu kommt der Verpackungsmüll durch Einwegflaschen und überdosierte Produkte.
Mit nachhaltiger Wäschepflege kannst du gleich mehrfach profitieren:
🌱 Umwelt schützen – weniger Plastik, weniger Schadstoffe im Wasser.
👕 Textilien schonen – sanfte Waschmittel verlängern die Lebensdauer deiner Kleidung.
💧 Ressourcen sparen – energieeffiziente Waschprogramme senken Strom- und Wasserverbrauch.
👉 So wird Waschen nicht nur sauber, sondern auch nachhaltig – für dich, deine Kleidung und die Umwelt.
🧭 Inhaltsverzeichnis
-Mikroplastik & Chemie in Gewässern
-Waschmittel clever wählen – so geht’s nachhaltig
-Weichspüler – warum du ihn (meist) nicht brauchst
-Energie & Wasser sparen beim Waschen
Kalt statt heiß – 30 °C reicht oft völlig, spart bis zu 40 % Energie pro Waschgang.
Vollpacken statt halb leer – Maschine gut füllen, aber nicht stopfen.
Eco-Programm nutzen – braucht zwar länger, spart aber Strom und Wasser.
Mild & sparsam dosieren – Waschmittel nach Wasserhärte abmessen, Weichspüler weglassen.
Frische aus der Natur – Wäsche an der Luft trocknen statt im Trockner.
💡 Extra-Tipp: Ein Wäschesäckchen für Kunstfasern fängt Mikroplastik auf, bevor es ins Abwasser gelangt.
Was viele nicht wissen: Beim Waschen gelangt jede Menge Mikroplastik ins Abwasser – sowohl durch Rückstände in Waschmitteln als auch durch synthetische Textilfasern. Diese Partikel sind so winzig, dass sie von Kläranlagen kaum herausgefiltert werden können und am Ende in Flüssen und Meeren landen.
So kannst du Mikroplastik beim Waschen ganz einfach reduzieren:
🧺 Guppyfriend Waschbeutel verwenden
Er fängt synthetische Fasern beim Waschen ab und verhindert, dass Mikroplastik ins Abwasser gelangt.
👕 Naturfasern bevorzugen
Baumwolle, Leinen oder Wolle sind langlebig, angenehm zu tragen und geben beim Waschen kein Mikroplastik ab.
🚫 Weichspüler weglassen
Viele Weichspüler enthalten Mikroplastik oder schwer abbaubare Chemikalien. Ganz weglassen schont Kleidung und Umwelt.
👉 Mit diesen Maßnahmen wird deine Wäschepflege nicht nur nachhaltiger, sondern schützt auch aktiv die Meere und die Umwelt.
💡 Wusstest du schon? – Chemie & Mikroplastik in Gewässern
Allein in Deutschland landen jährlich über 630.000 Tonnen Waschmittel und ca. 220.000 Tonnen Weichspüler im Abwasser. Viele dieser Produkte enthalten Mikroplastik, synthetische Polymere und aggressive Tenside, die nur unvollständig in Kläranlagen herausgefiltert werden können.
Das Ergebnis: Plastik und Chemikalien gelangen in Flüsse, Seen und schließlich ins Meer – und kehren über die Nahrungskette oft zu uns zurück.
Mit nachhaltiger Wäschepflege kannst du diesen Eintrag deutlich reduzieren – und gleichzeitig deine Kleidung schonender behandeln.
Meine Produktempfehlung:
*Hinweis: Mit einem Klick auf mit gekennzeichnete Produkte unterstützt du diese Seite – für dich bleibt der Preis gleich.
Für saubere Wäsche brauchst du keine bunten Flüssigwaschmittel in Plastikflaschen. Es gibt zahlreiche nachhaltige Alternativen, die genauso wirksam sind und deutlich weniger Müll verursachen.
🧴 Waschpulver statt Flüssigwaschmittel
Waschpulver ist ergiebiger, bekommt man oft in Kartonverpackung und enthält in der Regel kein Mikroplastik.
Viele herkömmliche Waschmittel enthalten problematische Inhaltsstoffe, die nicht nur deine Haut, sondern auch die Umwelt belasten. Jährlich landen tonnenweise Tenside, Duftstoffe und Mikroplastik in unseren Gewässern – ein Großteil davon stammt direkt aus der Wäsche.
Synthetische Duftstoffe & Farbstoffe – belasten Gewässer und können Allergien auslösen.
Optische Aufheller – sorgen nur für „weißer aussehende“ Wäsche, sind aber biologisch schwer abbaubar.
Mikroplastik – wird oft als Schleif- oder Bindemittel eingesetzt und gelangt ungefiltert ins Wasser.
Phosphate – fördern Algenwachstum in Gewässern (Eutrophierung).
Enzyme tierischen Ursprungs – für vegane Haushalte ungeeignet.
Zertifizierte Öko-Waschmittel (z. B. mit EU Ecolabel, Ecocert oder Nature Care Product).
Konzentrate & Nachfüllsysteme – sparen Verpackung und Transportemissionen.
Waschmittel auf Pflanzenbasis – frei von Erdölchemie.
Waschnüsse & Efeublätter – natürliche Tenside aus der Natur (ideal für Allergiker).
DIY-Waschmittel aus Kernseife, Natron und Soda – kostengünstig & plastikfrei.
✅ Tipp:
Weniger ist mehr – dosiere Waschmittel sparsam, oft reicht weniger als die Herstellerangabe. Saubere Wäsche braucht kein Schaumfestival.
🧼 DIY-Waschmittel selber machen
Ein einfaches Rezept:
40 g Kernseife (geraspelt)
40 g Waschsoda
20 g Natron
1 Liter heißes Wasser
Alles in einem großen Gefäß verrühren, abkühlen lassen und in Glas- oder alte Flaschen füllen. Vor Gebrauch kräftig schütteln.
Meine Produktempfehlung:
Weichspüler versprechen kuschelige Wäsche und frischen Duft – hinterlassen aber leider oft einen unsichtbaren Fußabdruck in der Umwelt. Die meisten handelsüblichen Produkte enthalten synthetische Duftstoffe, Konservierungsmittel und Tenside, die über das Abwasser in unsere Gewässer gelangen. Viele dieser Substanzen sind schwer abbaubar und können Wasserorganismen langfristig schädigen.
Auch für deine Gesundheit ist Weichspüler nicht immer ein Gewinn: Hautreizungen, Allergien oder Atemwegsprobleme können durch die Duft- und Zusatzstoffe ausgelöst werden – besonders bei empfindlicher Haut oder bei Kindern.
🌿 Natürliche Alternativen
Essig:Ein Schuss klarer Haushaltsessig ins Weichspülerfach macht die Wäsche weich, neutralisiert Gerüche und entfernt Kalkrückstände in der Maschine. Keine Sorge: Der Essiggeruch verfliegt beim Trocknen.
Natron: Wirkt geruchsneutralisierend, macht Stoffe weicher und beugt Ablagerungen vor. Einfach 1–2 Esslöffel ins Hauptwaschfach geben.
Trocknen an der Luft: Sonnenlicht und frische Luft machen Wäsche ganz natürlich weich – ganz ohne Chemie.
💡 Extra-Tipp: Manche Stoffe wie Handtücher werden sogar saugfähiger, wenn du auf Weichspüler verzichtest.
Nachhaltige Wäschepflege hört nicht bei Waschmittel und Dosierung auf – auch Strom- und Wasserverbrauch spielen eine große Rolle für Umwelt und Geldbeutel.
Ein moderner Waschgang benötigt im Durchschnitt 50–60 Liter Wasser und 0,5–1 kWh Strom. Wer mehrmals pro Woche wäscht, summiert schnell hunderte Liter Wasser und etliche Kilowattstunden im Monat.
👉 Mit bewusster Planung – volle Trommeln, niedrigere Temperaturen oder Eco-Programme – lässt sich dieser Verbrauch deutlich reduzieren.🔥 Temperatur clever wählen
30 °C reicht oft völlig aus – moderne Waschmittel sind auch bei niedrigen Temperaturen wirksam.
60 °C nur bei Bedarf (z. B. Bettwäsche, Handtücher oder stark verschmutzte Wäsche), um Bakterien zu entfernen.
Kochwäsche (90 °C) ist fast nie nötig – sie frisst Energie ohne zusätzlichen Nutzen.
Jede Wäsche benötigt Strom & Wasser – eine halbe Trommel bedeutet doppelten Verbrauch pro Kleidungsstück.
Lieber warten, bis genug Wäsche zusammengekommen ist.
Farb- & Materialtipps: Helle und dunkle Wäsche trennen, bunte Textilien auf links drehen. Essig oder Salz fixieren Farben. Neue Textilien zuerst separat und bei niedriger Temperatur waschen.
Flusensieb und Waschmittelfach regelmäßig reinigen – spart Energie, verlängert die Lebensdauer.
Entkalkung: Ein Waschgang bei 60 °C mit etwas Essig oder Zitronensäure hält die Maschine kalkfrei.
Ein 60-Grad-Waschgang verbraucht etwa 1 kWh mehr Strom als eine 30-Grad-Wäsche – das entspricht rund 5 km Autofahrt in CO₂-Ausstoß!
Wer überwiegend bei 30 °C wäscht, spart im Jahr locker über 100 kWh Strom – das schont nicht nur das Klima, sondern auch die Stromrechnung.
Neue Kleidung verliert beim ersten Waschen oft Farbe – das kann nicht nur andere Textilien verfärben, sondern schwächt auch die Haltbarkeit der Stoffe. Mit einfachen Hausmitteln kannst du Farben fixieren und deine Kleidung länger wie neu aussehen lassen.
Einen Eimer mit kaltem Wasser füllen.
Etwa 150 g Kochsalz pro Liter Wasser hinzugeben und gut umrühren, bis es sich vollständig aufgelöst hat.
Das Kleidungsstück 30–60 Minuten in die Lösung legen.
Danach separat oder mit ähnlichen Farben waschen – am besten kalt.
In einen Eimer oder eine Schüssel ca. 5 Liter Wasser füllen.
250 ml Tafelessig dazugeben.
Kleidungsstück für 30–60 Minuten einlegen, gelegentlich umrühren, damit es vollständig bedeckt ist.
Herausnehmen, auswringen und separat kalt waschen.
Der Essiggeruch verfliegt beim Trocknen.
⚠️ Wichtig: Keine Essigessenz verwenden – sie ist zu aggressiv und kann sowohl die Textilien als auch die Waschmaschine schädigen.
Meine Produktempfehlungen:
Mit diesem einfachen Teststreifen erfährst du in Sekunden, wie hart dein Wasser ist. So kannst du Waschmittel optimal dosieren, sparst Geld und vermeidest unnötige Chemie in den Abwässern.
Der Waschball ersetzt Waschmittel für bis zu 1000 Wäschen. Saubere, weiche Kleidung – ganz ohne aggressive Zusätze und ideal für empfindliche Haut. Spart Ressourcen und schont die Umwelt.
Der Wäschetrockner gehört zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt – und ist in vielen Fällen völlig überflüssig. Lufttrocknen spart nicht nur Energie, sondern schont auch die Fasern deiner Kleidung. Am besten trocknest du draußen an der frischen Luft oder in einem gut gelüfteten Raum – das beugt zudem Schimmelbildung vor.
0 % Stromverbrauch – deine Wäsche trocknet gratis mit Wind und Sonne.
Schonender für Fasern – weniger Verschleiß, Farben bleiben länger schön.
Frischer Duft – draußen getrocknete Wäsche riecht oft besser als jede künstliche Duftnote.
💡 Tipp: Auch im Winter kannst du Wäsche drinnen lufttrocknen – einfach auf gute Belüftung achten, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Auch beim Bügeln gilt: Weniger ist mehr. Viele Stoffe wie Baumwolle oder Leinen sehen auch ohne Bügeleisen ordentlich aus. Für Bettwäsche, Handtücher oder Pyjamas kannst du das Bügeln meist komplett weglassen – das spart Zeit, Nerven und Strom.
So vermeidest du unnötiges Bügeln:
Kleidung direkt nach dem Waschen gut ausschütteln und glatt streichen.
Wäsche nicht lange in der Maschine liegen lassen → verhindert Knitterfalten.
Viele Stoffe wie Jersey oder Wolle hängen sich beim Trocknen von selbst aus.
💡 Nachhaltig statt Sprühchemie
Viele Anti-Falten-Sprays enthalten Mikroplastik oder Duftstoffe, die ins Abwasser gelangen.
Besser: Kleidung direkt nach dem Waschen ausschütteln, an der Luft trocknen lassen und bei Bedarf ein selbst gemachtes Spray aus Wasser, Essig und etwas Glyzerin nutzen – ganz ohne schädliche Rückstände.
200 ml destilliertes Wasser
1 EL weißer Haushaltsessig
1 TL pflanzliches Glyzerin
optional: 3–4 Tropfen ätherisches Öl (Lavendel oder Zitrone)
In eine Sprühflasche füllen, vor Gebrauch gut schütteln.
Meine Produktempfehlungen:
XXL Trockenfläche – bis zu 20 m Platz für Wäsche, stabil & wetterfest, platzsparend verstaubar.
Mit 40 m Trockenfläche für bis zu vier Waschladungen, einfaches Öffnen mit einem Handgriff, Leinenautomatik für sauberes Verstauen.
Ein Wäschetrockner verbraucht im Schnitt 3–4 kWh pro Ladung – das entspricht bis zu 1.300 kWh pro Jahr, wenn er regelmäßig genutzt wird.
👉 Lufttrocknen spart jährlich rund 200 € Stromkosten und vermeidet bis zu 500 kg CO₂ pro Haushalt.
Mit einer nachhaltigen Wäschepflege schonst du nicht nur die Umwelt, sondern auch deine Kleidung – und sparst gleichzeitig Wasser, Energie und Geld. Schon kleine Veränderungen im Alltag haben große Wirkung: Weniger Chemie in den Gewässern, geringerer CO₂-Ausstoß und weniger Mikroplastik.
👕 Nur volle Maschinen starten (Ausnahme: empfindliche Textilien) → spart Wasser & Strom und macht das Waschen energieeffizient.
🌡️ Temperatur anpassen – oft reichen 30 °C für saubere Wäsche, Eco-Programme sind besonders umweltfreundlich.
🚫 Flüssigwaschmittel & Weichspüler vermeiden – besser ökologische Waschmittel im Papierkarton oder Waschstreifen nutzen.
🌿 Natürliche Weichspüler-Alternativen wie Essig oder Natron verwenden.
💧 Mikroplastik vermeiden beim Waschen – z. B. mit einem Guppyfriend Waschbeutel oder Kleidung aus Naturfasern.
🌞 Wäsche an der Luft trocknen statt im Trockner – spart Strom, erhält die Fasern und sorgt für frischen Duft.
🧺 Bügeln nur, wenn nötig – Kleidung ausschütteln und glatt aufhängen reduziert Falten ganz ohne Anti-Falten-Sprays aus Chemie.
⚙️ Waschmaschine entkalken & reinigen (z. B. mit Essig oder Zitronensäure) – verlängert die Lebensdauer und hält sie effizient.
🌍 Zero Waste Waschen – wiederverwendbare Trocknerbälle, DIY-Waschmittel oder plastikfreie Alternativen einsetzen.
💡 Extra-Tipp: Jede kleine Entscheidung macht deine Wäschepflege nachhaltiger. Wer konsequent energieeffizient wäscht, Mikroplastik vermeidet und plastikfreie Waschmittel nutzt, schützt nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Geld.